• Laura

Landflucht, Stadtflucht – what’s next?!

Aktualisiert: 15. Nov 2019

In einer Zeit, in der Menschen in der Masse vereinsamen, der Mietspiegel in eigentlich allen halbwegs angesagten Städten explodieren und die urbane Luft immer dünner wird, da steigt die Glorifizierung des Landlebens.

Doch alleine in der Idylle sitzen? Das wollen wir auch nicht. Denn die Sehnsucht nach Gemeinschaft und der Wunsch nach den Annehmlichkeiten der Stadt wiegen für die meisten von uns, stärker als frische Luft, weite Felder und der eigene Gemüsegarten. Also, what’s next?!

Bislang ist es ein unlösbares Dilemma: Stadt ODER Land?



Irgendeinen Tod muss wohl jeder von uns sterben.

Wir finden: Nö, muss man nicht! Es kann ein »Stadt UND Land« sein.

Konkret: Die »Stadt« auf dem Land. UND heiteres Landleben, aber stadtnah.


Gleichzeitig möchten wir aber nicht, dass die zukünftige »Stadt« die Natur zementiert. Deswegen haben wir uns die Frage gestellt: Was macht diese urbane Magie denn aus? Sicher nicht die beengten Straßen. Oder das stetige (Verkehrs-)Rauschen und die Asphaltwüsten. Oder Hektik, Hetze und Lärm. Oder Schlange stehen in verstopften Einkaufsmeilen inmitten verkniffener Gesichter, als einsames Wesen in der Masse vor penibel verriegelten Haustüren. Ganz bestimmt nicht!


Doch was ist es dann, das die meisten von uns in den Städten hält?

Wir haben mal in den eigenen Reihen herum gefragt:

Es ist...

... die kulturelle & kulinarische Vielfalt

.... die große Auswahl an Möglichkeiten und Angeboten jeglicher Art

... der (leichte) Zugang zu vielen anderen Menschen

... die offene Haltung der Menschen

...die Energie und Lebendigkeit

... und das Gefühl am Puls der Zeit zu sein.


Und jetzt denken wir einen Schritt weiter: Wie lassen sich die Vorzüge des Stadtlebens in ein ganz anderes Umfeld verpflanzen? Zimmern wir doch einfach mal eine greifbare Utopie an die imaginäre Pinnwand: Ein Ort in der Natur, aber stadtnah (für uns heißt das: in der Nähe von Köln) für gemeinsames Leben und Arbeiten. Wichtig ist, der Ort und die Gemeinschaft sind wirklich offen und gut zugänglich!


Wie man das schafft? Vielleicht so:

Die Gestaltung des Ortes und des Angebots regen dazu an, dass viele unterschiedliche Menschen magnetisch (jawohl, magnetisch!) vom Ort und voneinander angezogen werden.


Das Gelände bietet viel Raum für Festivals und Events drinnen und draußen. Wir denken an Angebote wie: Team-Offsites, Workshops, Jam-Sessions, Events und Meetups für Unternehmer und Macher. Formate, Festivals und Retreats zu den unterschiedlichsten Themen für Menschen von nah und fern. Co-Working, Rauszeiten, Outdoor-Kino, rauschende Feste, Poetry Slams, Impro-Theater, Yoga, Wanderungen, Gartenarbeit, DIY-Sessions, Kunst-Happenings, Summer Schools, und und und…



Das bringt Schwung und Abwechslung! Die Utopie wird ein Schmelztiegel der Kulturen. Das eigene Pop-up-Café auf dem Gelände dient als Einfallstor und zieht Menschen aus aller Welt und auch aus der unmittelbaren Umgebung an, einfach mal auf einen Kaffee, zu einer Kakao-Zeremonie oder Muttis Apfelstrudel vorbei zu kommen. Das Café ist selbstorganisiert und hat ein regelmäßig wechselndes Gastro-Konzept. Das bringt Vielfalt und Abwechslung.


Ein eigener Maker-Space bringt handwerklich arbeitende Menschen aus der Umgebung mit Städtern und Teams aus Unternehmen zusammen, um gemeinsam einfach mal »mit den Händen zu denken« oder etwas selbst zu reparieren – anstatt es neu zu kaufen.



Leben und Arbeiten können wir in dieser Utopie entweder mal eben für einen Tag oder für eine kurzen klar abgesteckten Zeitraum. Doch auch längere »Workations« sind möglich. Das Gelände bietet außerdem Raum, das eigene Großstadt-Leben mit einem Zweiten Zuhause zu komplettieren oder doch irgendwie dort den Lebensmittelpunkt zu finden – was auch immer das für jeder und jeden von uns heißen mag.

Zwischen Gartenarbeit, Tierpflege, Streifzügen durch die Natur, Müßiggang am Ufer eines Sees und kosmopolitischen, kulturellen, unternehmerischen Aktivitäten entfaltet sich ein eigener lebendiger Kosmos. Da ist Raum um scheinbar Gegensätzliches zu vereinen: Natur und buntes kulturelles Treiben. Technik und Spiritualität. Kunst und Unternehmertum. Alt und jung.

Unsere Utopie ist hyper lokal und gleichzeitig global gedacht.


We call it: Stadtentwicklung next level. Denn wer sagt, dass Stadtleben immer in der Stadt stattfinden muss? Und wer glaubt, dass diese Utopie wirklich nur eine Utopie ist?


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